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ST.VLASSIOS/ BLASIUS

ST.VLASSIOS/ BLASIUS

11.02.2020 10:00:00
Am 11. Februar begeht die orthodoxe Kirche den Tag des Märtyrers Blasius, Bischof von Sebaste in Armenien, dem heutigen Sivas in Zentralanatolien in der Türkei. Die Katholiken ehren ihn als einen der Vierzehn Nothelfer am 3. Februar. In Ost und West gilt er jedoch als Beschützer des Viehs.

Allgemein gilt der heilige Blasius als Beschützer der Herden und speziell der Ochsen. Wie häufig in der bulgarischen Volkskultur anzutreffen, hat aber auch dieser christliche Heilige einen heidnischen Vorgänger. Die bulgarische Form des Namens Blasius lautet „Wlas“ und daher fiel es beim Übergang zum Christentum nicht schwer, den Heiligen mit dem slawischen Gott Weles in Verbindung zu bringen. Man begann formal den heiligen Blasius zu ehren, meinte jedoch den heidnischen Weles, den Gott der Herden, der Bodenfruchtbarkeit und damit auch des Reichtums. Die Legenden berichten vom Streit zwischen dem Gott der Erde Weles und dem obersten Gott Perun, der über dem Himmel herrschte. Weles erdreistete sich, die Herden des Perun, selbst dessen Frau wie auch die Menschen für sich zu beanspruchen. Das hat sich Perun nicht gefallen lassen und wie es sich für die oberste Gottheit eines jeden Pantheon gehört, siegte er über seinen Gegner. Im Ergebnis des Kampfes fiel auf die Erde ein fruchtbarer Regen. Teile diese Mythologie haben sich in etlichen Volksliedern erhalten.

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