Sitten&Namenstage

STEFANOVDEN (St. Stephen oder Stefanstag) – 27. Dezember

Der dritte Weihnachtstag ist Stefanovden (Stephanstag). Allen, die Namenstag an Weihnachten haben, schenkte man weiße Leinentücher und man tanzte Reigentänze für sie. Sie tanzen den letzten rituellen Reigentanz “buenek”.

Nach den Volkslegenden glaubte man, vergesse man an Weihnachten das ausgeliehene Salz zurückzugeben, werde man Augenschmerzen haben. Hörte man an Weihnachten einen Rausch am Ohr, so bedeutete es, dass ein Schutzengel vorbei gekommen ist. Deshalb musste man sich drei Mal bekreuzigen und sich etwas wünschen.

An Weihnachten durften die Kinder mit dem Feuer nicht spielen, sonst würden sie sich nachts einnässen. Nach der langen Fastenzeit aß man am Mittag, nach der Messe in der Kirche, zum ersten Mal Fleisch. Am ersten Weihnachtstag bereitete man Schweinebraten vor.

St. Stephan war der erste von sieben Diakonen der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem; diese Diakone waren von den Aposteln durch Handauflegung geweiht worden. Sie waren zugleich für die Glaubensverkündigung zuständig wie auch für die sozialen Belange der Gemeinde und hatten den Rang von Gemeindeleitern, die in ihrer Bedeutsamkeit nahe an die Apostel heranreichten Stephan galt als herausragender Prediger.