Sitten&Namenstage

PETLJOVDEN (Tag des Hahnes) – 20. Januar

Das Fest ist auch als “Petelarovden” bekannt. Es wird vorwiegend im Ostteil Bulgariens gefeiert für die Gesundheit der kleinen Jungen. Verbunden ist dieses mit dem rituellen Schlachten eines Hahnes, meistens an der Diele der Haustore. Das Blut muss an die Tür spritzen. Mit dem Blut zeichnet man ein Blutzeichen auf die Gesichter des kleinen Jungen und des Petelarens ( Petelar bedeutet der Mann, der den Hahn schlachtet). Der geschlachtete Hahn wird außerhalb des Hofs hingeworfen und gleich danach ins Haus gebracht. Der Kopf bleibt vor dem Tor liegen. Das gekochte Ritualessen und das in Stücke geteilte Ritualbrot wird unter den Nachbarn verteilt.

In der Plovdiver Region ist das Fest unter den Namen Tscherna oder Zurn-Tag ( bedeutet “Schwarzer Tag”) bekannt. Es gibt viele Verbote, die gefolgt werden müssen – die Frauen dürfen an diesem Tag nicht arbeiten, sie dürfen weder baden noch heiraten, damit sie nicht “tscharnejat” ( bedeutet “ trauern um eine Person, die gestorben ist).